Die Kategorie Performance zeichnet die Darbietung und Wirkungskraft des Werks eine:r Künstler:in sowie des Zusammenspiels von mehreren Personen und/oder Instrumenten aus (u. a. Inszenierung, Dynamik, Interaktion).

Illustration: Eine Person hält ein Mikrofon in der Hand
Werk
Herbert Grönemeyer – Das ist los-Tour 2023

Ein Konzert von Herbert Grönemeyer bringt die Menschen zusammen und die Welt in Zeiten der Spaltung nach vorne. Während seiner Tour zum Album Das ist los nutzte er die Bühne, um vor hunderttausenden Menschen aller Altersklassen gesellschaftliche Diskurse zu bündeln und Verbundenheit zu schaffen. Die Poesie seiner Songs, die Politik seiner spontanen Ansprachen über Klimagerechtigkeit, Seenotrettung und den Einsatz gegen Rechts zeugten von Rückgrat. Unterstützt wurde Grönemeyer dabei von einer mitreißenden Band, die mit ihm auf der Bühne eine Geschlossenheit demonstrierte, die heute mehr denn je gebraucht wird.

Format
Live-Act
Nominierter
Herbert Grönemeyer
Illustration: Eine tanzende Person
Werk
Peter Fox – Live 2023

Hinter dem fulminanten Comeback-Album Love Songs stand eine eingeschworene Gemeinschaft. Auf der dazugehörigen Tour brachte Peter Fox diese Gemeinschaft auch auf die Bühne. Fans durften sich vorab als Tänzer:innen bewerben und verwandelten jedes Konzert in eine Mitmach-Party. Das produktive Chaos hinter Fox und seiner Band wurde im Hintergrund von der international renommierten M.I.K Family geleitet, die schon die Choreografie für das Video zu „Zukunft Pink“ entworfen hatte und während der Konzerte immer wieder in den Vordergrund trat. Sie zeigte, wie dieser Sound erlebt werden muss: mit dem Körper zuerst.

Format
Live-Act
Nominierte
Peter Fox, M.I.K Family, Band
Illustration: Eine Person spielt Schlagzeug
Werk
Blond – Perlen

Blond sind so, wie Punk immer hätte sein sollen: ehrlich und verletzlich, rotzig und witzig, smart und direkt. Ihr zweites Album Perlen etablierte Johann Bonitz und die Schwestern Lotta und Nina Kummer endgültig als genrefluide Hoffnungsträger:innen einer neuen Generation von Indie-Bands, die gewitzte Sozialkritik an einer mackerzentrierten (Musik-)Welt mit dem entsprechenden Gegenentwurf verbinden. Blond gelingt es, das mitreißende Live-Feeling ihrer energetischen Konzerte auf Albumlänge zu bannen, sodass man sich auch zu Hause wie mitten im FLINTA*-Moshpit fühlt. Girls* to the front!

Format
Album
Nominierte
Blond
Illustration: Eine singende Person
Werk
Zoe Wees – Daddy’s Eyes

„Daddy’s Eyes“ dreht sich um den Moment, in dem nach einem vaterlosen Leben dieser plötzlich vor der Tür steht. Im Grunde aber geht es um etwas anderes. Zoe Wees rollt in drei Minuten ihre eigene Lebensgeschichte auf und seziert, wie die Abwesenheit des Vaters ihr eigenes Leben und ihr Selbstbild geprägt hat. „Daddy’s Eyes“ ist ein Stück über die Schwierigkeiten der Selbstermächtigung und zugleich Ausdruck der Emanzipation. Das spiegelt sich in Wees’ vielseitiger Performance wider. Enttäuschung und Melancholie, Wut und der Drang nach Selbstbestimmung: All das schwingt in ihrer Stimme mit.

Format
Track
Nominierte
Zoe Wees
Illustration: Zwei singende Personen
Werk
A Song for You

A Song For You bieten unterrepräsentierten Stimmen eine Bühne. Auf dieser Bühne wird es manchmal eng, denn das Chorprojekt zählt rund 50 Mitglieder. Die kollektiv geschriebene Musik ist ebenso stiloffen wie die Auftritte des Projekts in der Berliner Volksbühne sowie bei Festivals wie XJAZZ, Melt und Pop-Kultur ihre innere Geschlossenheit demonstrierten. A Song For You machen die Bühne zum Möglichkeitsraum und lassen ihr Publikum daran teilhaben, wie sie aus dem Moment eine bessere Zukunft entwerfen.

Format
Live-Act
Nominierte
A Song For You