Die Kategorie Teamwork zeichnet die Zusammenarbeit von zwei oder mehreren Personen aus (u. a. Kooperation, Gemeinschaft).

Illustration: Zwei Hände
Werk
CÉLINE, Paula Hartmann – 3 Sekunden

Kaum etwas ist gleichzeitig so persönlich und universell wie die Erfahrung von sexualisierter Gewalt. CÉLINE und Paula Hartmann gelingt es in „3 Sekunden“, diesen vermeintlichen Widerspruch in eine packende Performance zu übersetzen. Die Zeile „Jede meiner Freundinnen hat das auch erlebt“ wird von ihnen im Dialog dramaturgisch inszeniert: Erst kommt CÉLINE zu Wort, dann Hartmann. Schlussendlich aber tun sie sich zusammen, um unisono zu singen. Geschlossenheit, Solidarität und Ermächtigung: All das wird in diesem Miteinander zum Ausdruck gebracht, ohne dass es explizit ausgesprochen werden muss.

Format
Track
Nominierte
CÉLINE, Paula Hartmann
Illustration: Zwei Hände
Werk
A Song For You

In Berlin mangelt es nicht gerade an Chören. Aber etwas Vergleichbares hat es bis zur Gründung von A Song For You auch in der Hauptstadt noch nicht gegeben. A Song For You ist eine Plattform für die Stimmen von BIPoC und mehr als „nur“ ein Chor: Die Gemeinschaft von gut 50 Mitgliedern inklusive Begleitband verfolgt unter ihren eigenen Bedingungen einen kollektiven songwriterischen Ansatz, der in musikalischer Hinsicht von Jazz, Soul und R ’n’ B geprägt ist und doch stets radikal offen bleibt. A Song For You steht für Vielklang im Einklang, das Experiment des Zusammenhalts.

Format
Live-Act
Nominierte
A Song For You
Illustration: Zwei Hände
Werk
Graf Fidi, CassMae, KlasoK, DIRTYCOR, Trapqueen Yasmina – Wer ist schon normal

Wer definiert eigentlich, was als „normal“ gilt? Zusammen mit seinen Feature-Gäst:innen CassMae, KlasoK, DIRTYCOR und Trapqueen Yasmina stellt Aktivist und Rapper Graf Fidi diese Frage im Song „Wer ist schon normal“. Darin geht es um Solidarität zwischen verschiedenen marginalisierten Gruppen, die Selbstermächtigung von Menschen mit Behinderung und gelebte Inklusion. Diese umfasst die Untertitelung und Gebärdendolmetschung im Video zur Single, ebenso wie die an die Mehrheitsgesellschaft gerichtete Hook: „Komm schon, wir beißen nicht / Kannst uns alles fragen.“ Ein starkes Statement für mehr Dialog.

Format
Video
Nominierte
Graf Fidi, CassMae, KlasoK, DIRTYCOR, Trapqueen Yasmina
Illustration: Zwei Hände
Werk
Nina Chuba, Provinz – Ich glaub ich will heut nicht mehr gehen

Auch in der Zweisamkeit können die Gedanken einsam sein. Mit „Ich glaub ich will heut nicht mehr gehen“ inszenieren Nina Chuba und Provinz-Sänger Vincent Waizenegger zwei innere Zwiegespräche über eine Beziehung als doppelseitigen Monolog. Was beide Stimmen eint, ist die Sehnsucht nach der jeweils anderen Person. Doch schleichen sich die Zweifel ein. Was, wenn sie mehr will? Was, wenn er doch gehen will? Und wird es eigentlich immer so bleiben wie jetzt? Das ewige Wechselspiel aus Liebe und Unsicherheit – Chuba und Waizenegger bringen es stimmlich wie erzählerisch perfekt auf den Punkt.

Format
Track
Nominierte
Nina Chuba, Provinz