Popmusik als Inspiration: Alexa Feser

"Popmusik ist ein Raum, in dem kultureller Wandel katalysiert wird und in dem sich die Dynamiken der Zeit entfalten."

Interview mit

Images von

Selfie von Alexa Feser
Zaho de Sagazan: Tolga Alami Stock Foto
Prince: John Atashian/Alamy Stock Foto

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Magazin 02 / 2024

online veröffentlicht

01 Juni 2025

 Dein All-time-Lieblingssong, wenn du dich entscheiden müsstest?

Kann ich nicht. Momentan und eigentlich immer und gleichwertig: „Jasmine“ von Jai Paul, „Dreams“ von Fleetwood Mac, „Louis Bag feat. Smino“
von Yebba, „Pyramid Song“ von Radiohead.

Welche:r Popmusiker:in hat dich am meisten geprägt?

Prince. Weil er zu gut war, Legende. Ihn umgab eine Mystik. Dass er in seinem Können und Talent unerreichbar war, hat mich persönlich angespornt, immer besser zu werden. Ich fand auch gut, dass man so wenig von ihm wusste. Das macht die Fallhöhe noch größer und ihn noch unerreichbarer, was für mich ein noch größerer Antrieb ist, gute Sachen zu machen.

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte: Wie würde er klingen und von wem wäre er?

 

Klingen würde er wie eine Mischung aus „Blade Runner“ und „Memoirs
of a Geisha“. Trent Reznor würde den machen, weil er, glaube ich, die Fähigkeit hätte, meine weirden und oft widersprüchlichen Facetten in Musik zu übersetzen. Ich finde das, was er macht, emotional sehr dicht und so kompakt sehe ich auch mein Leben.

 

Ein:e Popmusiker:in, die:den du gerade feierst?

Zaho de Sagazan. Authentischster Moment: Als sie auf dem Filmfestival in Cannes als Überraschung für Jurypräsidentin Greta Gerwig „Modern Love“ von David Bowie gesungen hat. Der Auftritt war magisch, sie ist magisch. Das Schönste ist zu sehen, dass jemand so frei von allem ist wie sie. Das finde ich inspirierend und ansteckend.